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Summer School Medienkonvergenz – Hamburg 2010

Kennzeichen der aktuellen Medienentwicklung ist, dass die technisch-apparativen Medien immer näher aneinander rücken und es auf unterschiedlichen Ebenen – der Produktion, der Technik, der Angebotsformen, der Ästhetik, der Wahrnehmung und der Nutzung – zu Überschneidungen, Kooperationen, Verdichtungen und Verschmelzungen kommt. Dieser Prozess hat nicht nur Konsequenzen für die Organisation und Regulation von Medien, sondern auch für die sinnlichen Darstellungsformen und ihre Aneignung. Die Medien- und Kommunikationswissenschaften stehen vor der Herausforderung, definitorische Grenzen zwischen den Medien und ihrem Gebrauch neu zu bestimmen.

In der aktuellen Medienforschung werden die Konzepte, Formen und Folgen dieses vielschichtigen Phänomens zusammenhängend unter dem Stichwort Konvergenz diskutiert. Abhängig von der disziplinären Perspektive verbinden sich mit diesem Begriff jedoch Phänomene und Prozesse unterschiedlicher Ausprägung und Dynamik: Von der ‚Annäherung‘ und ‚Angleichung‘ zur ‚Kopplung‘ und ‚Kombination‘ bis zur ‚Verschmelzung‘ von Formen und Inhalten ist die Rede. Die Frage ist, ob hier jeweils dasselbe Verständnis von Konvergenz zugrunde liegt, oder ob ‚ Konvergenz‘ als Sammelbegriff für lose zusammenhängende Phänomene und disparate Betrachtungsweisen fungiert.

Ausgehend von der ungleichen Verwendung des Konvergenzbegriffs wollen FachreferentInnen der Universität Hamburg und des Hans-Bredow-Instituts für Medienforschung gemeinsam mit internationalen Gästen, NachwuchswissenschaftlerInnen und Studierenden der Medien- und Kommunikationswissenschaften Ansichten und Fragen der aktuellen Forschung zur ‚Medienkonvergenz‘ diskutieren. Vorträge, Workshops und Präsentationen aktueller Forschungsarbeiten beleuchten das Phänomen aus transdisziplinärer und transmedialer Perspektive. Exkursionen zu Medienproduktionsstätten (Spiegel-Online, Daedalic Entertainment) gewähren Ihnen einen Einblick in die Gestaltung konvergenter Medienangebote und gemeinsame Freizeitveranstaltungen geben Ihnen darüber hinaus die Möglichkeit, sowohl die Stadt Hamburg mit ihren Medienproduktionsfirmen, also auch die ReferentInnen besser kennen zu lernen.

Die Summer School 2010 richtet sich vorwiegend an fortgeschrittene Studierende und Doktorrandinnen und Doktorranden der Medien- und Kommunikationswissenschaften. Für die kontinuierliche, aktive Teilnahme an allen Veranstaltungen und einer abschließenden Prüfung in Form eines Gruppengesprächs können 4 Creditpoints erworben werden. Durch ein Zertifikat wird Ihnen die Teilnahme an der Summer School bestätigt.

Die Veranstaltungssprachen sind Deutsch und Englisch (gekennzeichnete Gastvorträge).

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