Montag, 26. Juli

10:00 Uhr  – Willkommen
Prof. Dr. Knut Hickethier, Universität Hamburg,
Prof. Dr. Uwe Hasebrink, Hans-Bredow-Institut für Medienforschung,
Dr. Andreas Stuhlmann, Zentrum für Medien- und Kommunikationsforschung/Research Center for Media and Communication (RCMC)

11:00 Uhr – Blogs und blogbasierte Öffentlichkeiten
Vortrag: Dr. Jan-Hinrik Schmidt, Hans-Bredow-Institut für Medienforschung, Hamburg
> Hier geht’s zum Artikel von Denise Schreitter

Weblogs oder kurz: Blogs haben sich in den letzten Jahren als Format der computer-vermittelten Kommunikation etabliert. Sie erleichtern es dem Einzelnen, im Internet Informationen mit anderen zu teilen und über Kommentare oder Verlinkungen in „distributed conversations“ einzutreten. Aber nicht nur Einzelpersonen, sondern auch Organisationen aus dem wirtschaftlichen, politischen oder journalistischen Bereich integrieren Weblogs in ihre Kommunikationsrepertoires. Weiterentwicklungen, beispielsweise das „Microbloggen“ über Dienste wie Twitter, sowie die Verknüpfung dieser Formate mit anderen Kommunikationsräumen des Social Web verstärken die Veränderungen im Bereich der netzbasierten Öffentlichkeiten noch zusätzlich. In dieser Lehreinheit der Summer School werden empirische und konzeptionelle Grundlagen zu blogbasierter Kommunikation vorgestellt sowie die beobachtbaren Nutzungspraktiken und ihre gesellschaftlichen Konsequenzen diskutiert.

12:00 Uhr  – Wer schreibt, der bleibt – nicht nur auf Papier: Praxisworkshop Bloggen
Leitung: Johanna Leuschen, M.A., Graduate School Media & Communication (GMaC)
> Hier geht es zum Artikel von Johanna Leuschen
> Hier geht es zum Artikel über den Workshop von Tamara Bianco

In diesem Workshop wird gemeinsam der Blog für die Summer School 2010 konzipiert und erstellt. Zunächst steht der Austausch über die persönlichen Erfahrungen der Teilnehmer mit Blogs im Vordergrund: Wer bloggt? Wer liest Blogs? Worauf kommt es beim Bloggen an? Darauf aufbauend sollen die Inhalte des Summer School Blogs diskutiert und konzipiert und anschließend der Blog mit der Open Source Software WordPress erstellt werden. Im ersten Teil wird somit der Grundstein für das Summer School begleitende Bloggen gelegt, so dass die Teilnehmer auch außerhalb der Workshopzeiten über die Inhalte und Erfahrungen der Summer School bloggen können. Im zweiten Teil des Workshops werden dann unter anderem die Themen Suchmaschinenoptimierung, Vermarktung, Vernetzung erarbeitet.

14:30 Uhr – Media of three degrees – Beyond the online/offline divide (engl.)
Vortrag: Prof. Dr. Klaus Bruhn Jensen, Universität Kopenhagen
> Text von Linda Isabelle Skibbe
> Zusammenfassung von Iris Fechner

Since the 1990s, communication studies have been engaged in a great deal of dichotomous thinking about ‘virtual realities’ and ‘cyberspaces’ – as if the users of new, digital media entered an online realm that is an categorically different from offline everyday life. Proposing a different agenda, this lecture, first, presents a framework for the study of communication across media of three different degrees: the human body enabling communication face-to-face; the ‘old’ analog mass media; and the ‘new’ digital media facilitating networked interaction one-to-one, one-to-many, as well as many-to-many. Old media rarely die; humans remain the reference point and prototype for technologically mediated communication. Second, the lecture outlines a three-step model of communication, extending and enhancing the classic theory of two-step flow. What is sometimes described as a sweeping process of technological, aesthetic, and institutional media convergence can be restated, for analytical purposes, as a reconfiguration of communicative practices, shifting research attention from media toward communication. Finally, the lecture discusses some of the opportunities for theory development and methodological innovation that digital technologies present to the field of media and communication research.

16:30 Uhr  – Konvergenz: Begriff und Bedeutung
Workshop: Christoph Klimmer, M.A. und Julia Schumacher, M.A., Universität Hamburg
> Hier geht es zum Artikel von Josephine Blume und Alice Cuda

In diesem Workshop soll auf der Grundlage theoretischer Methoden zur Begriffsbestimmung eine Ausei-nandersetzung mit dem Konvergenzbegriff angestoßen und vertieft werden, um den über verschiedene Disziplinen hinweg disparat verwendeten Term für medienwissenschaftliche Heuristiken fruchtbar machen zu können. Hierfür wird eine Ausdifferenzierung der verschiedenen Implikationen von „Konvergenz“ nötig sein, durch die eine Schärfung des Begriffsspektrums erhofft wird. In einem nächsten Schritt sollen dann konkrete Formen der Medienkonvergenz – etwa auf der ökonomischen, technischen oder ästhetischen Ebene – genauer analysiert werden. Ziel des Workshops ist es demnach, einen Arbeitsbegriff von „Konvergenz“ zu etablieren, der zum einen seiner faktischen Verwendung gerecht wird, zum anderen aber eine Grundlage für seine zielgerichtete und auf die Medienwissenschaft spezialisierte Anwendung erlaubt.